DOKUMENTIEREN

" das Kind sichtbar machen" (Leitsatz unserer Pädagogik)

Durch Fotos, Videos, Beschreibungen und Tonaufnahmen werden Handlungen dokumentiert. Dadurch wird der Prozess des kindlichen Handelns und Lernens sichtbar gemacht. Sie schafft eine Verbindung zwischen der Welt des Kindes und des Erwachsenen.

Das Kind kann über die Dokumentation seine eigene Geschichte miterleben, seine eigenen Erinnerungen aufbauen.  Ein fünfjähriger sagte: " ich habe gar nicht gewußt, dass ich sowas Schönes bauen kann", spiegelt Selbsterkenntnis und Selbstwert wider.

Eltern können über die Dokumentation Entwicklungen, Gedanken und Vorstellungen ihres Kindes erleben. Dokumentationen zeigen, wie Kinder spielen, miteinander kommunizieren, denken, wahrnehmen und sich ausdrücken.

Sie sind auch Anlass, mit den Kindern ihre Projekte und Erfahrungen zu reflektieren. Kinder erleben, dass ihre Gedanken und Prozesse von Erwachsenen ernst genommen werden. Dokumentation ist ein Kernelement der Partizipation, indem Kinder von Anfang an mitwirken wie zum Beispiel: "komm fotografiere, was ich gebaut habe!"  " Schreibst du auf, was ich sage?"  " Ich möchte dieses Foto von mir da aufkleben!"  Die Dokumentation zeigt auch, wie Kinder mit ihrer Umgebung interagieren, was ihre Aufmerksamkeit erregt, wie sie Kontakt aufnehmen und Ideen und Sichtweisen entwickeln. Gerade alltägliches Geschehen bildet eine Basis für Beobachtungen, Entdeckungen und Entwicklungen. Sie können sogar der Beginn zu einem Projekt sein.

Zudem fühlen sich Eltern in die pädagogische Arbeit eingebunden, informiert und lassen den "Funken" überspringen!

Dazu gehört auch das Portfolio des Kindes, ein ganz wichtiges Element unserer pädagogischen Arbeit. Das Portfolio macht die Stärken und die Lernkompetenzen sichtbar. Das Kind erfährt Aufmerksamkeit und Zuwendung. Im Kinderhaus nennen alle Kinder ihr Portfolio "mein Ordner", dieser Name wurde von Jahr zu Jahr von Kinder zu Kindern übernommen.

Im Portfolio wird im Prinzip alles zusammen getragen, was die Entwicklung und die Lebenswelt des Kindes veranschaulicht und ihm wichtig ist. Dies können Lerngeschichten, Fotos in unterschiedlichen Situationen, Briefe u.ä. sein.

Das Portfolio enststeht nicht an einem Tag, sondern wird in einem stetigem Prozess  geführt und ist sehr zeitintensiv. Für Elterngespräche ist es eine sehr geeignete Grundlage, um über die Entwicklung des Kindes zu sprechen.

Das Portfolio gehört dem Kind, egal wie viele daran mitarbeiten. Durch diese Einstellung ist es selbstverständlich, dass das Kind aktiv an der Gestaltung seines "Ordners" beteiligt wird und jederzeit selbstständig den Ordner anschauen, gestalten oder mit nach Hause nehmen kann. Außerdem ist das Kind zu fragen, ob man sich den Ordner als Eltern/Sorgenerechtigte, Erzieher*innen oder Besucher anschauen darf. In der Regel bekommt man eine Zustimmung, da die Kinder sehr stolz darauf sind und es gerne anderen zeigen.

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